Ruhe bewahren, Unterlagen sichern und mögliche Fristen früh prüfen – ein erster Überblick.
1. Schreiben und Zugang dokumentieren
Bewahren Sie das Kündigungsschreiben und – falls vorhanden – den Umschlag auf. Notieren Sie, wann und auf welchem Weg Sie das Schreiben erhalten haben. Diese Angaben können für die Fristberechnung wichtig sein.
2. Keine vorschnellen Erklärungen abgeben
Unterschreiben Sie zusätzliche Vereinbarungen nicht unter Zeitdruck. Ein Aufhebungs- oder Abwicklungsvertrag kann weitreichende Folgen haben und sollte vorab geprüft werden.
3. Fristen früh prüfen lassen
Im Kündigungsschutzrecht können kurze gesetzliche Fristen gelten. Ob eine Frist läuft, wie sie berechnet wird und welche Schritte sinnvoll sind, muss anhand des konkreten Schreibens und der persönlichen Situation geprüft werden.
4. Unterlagen zusammenstellen
- Kündigungsschreiben und Umschlag
- Arbeitsvertrag und spätere Änderungen
- letzte Gehaltsabrechnungen
- relevanter Schriftwechsel
- gegebenenfalls Abmahnungen oder Betriebsratsanhörung
5. Ziele für das Gespräch klären
Geht es um den Erhalt des Arbeitsplatzes, eine einvernehmliche Lösung, ein Zeugnis oder offene Vergütung? Klare Ziele helfen, Möglichkeiten und Risiken sinnvoll zu besprechen.
Fazit
Eine Kündigung sollte weder ignoriert noch vorschnell beantwortet werden. Sichern Sie die Unterlagen und lassen Sie mögliche Fristen zeitnah einordnen.